Staatsanwaltschaft / Rechtsteams

Ein Rechtsteam bedient keinen Scanner. Es entscheidet, was es anfordert, was es offenlegt, welchen Sachverständigen es instruiert und wie der Tatort die Geschworenen erreicht.

Diese Seite handelt von diesen Entscheidungen. Ein 3D-Scan des Tatorts verändert jede davon: Das Beweisstück ist der vermessene Tatort selbst, und die Gegenseite hält dieselbe Datei.

Keine sensiblen Falldetails erforderlich.

  • In Sekunden verstandenDie Geschworenen sehen den Raum, nicht einen Grundriss.
  • Gemessen, nicht gezeichnetJeder Abstand aus Daten, mit einer Gerätegenauigkeit, die der Sachverständige zitiert.
  • Offenlegung heißt das ganze ModellEine Datei in offenen Formaten; die Verteidigung misst dasselbe.
  • Antworten während der VerhandlungEine neue Frage ist eine Messung am Modell, im Gerichtssaal.

Die vier Entscheidungen, die ein Rechtsteam trifft

In 3D erfasster Raum mit Messungen am Modell
  • Was man von der Tatorteinheit anfordert: Das vollständige Scanprojekt – Rohscans, Verarbeitungshistorie und Exporte – nicht ein Satz Renderings.

  • Was in die Offenlegung gehört: Das Modell und seine Historie in offenen Formaten, frühzeitig, damit das Beweisstück niemanden überrascht.

  • Wie man den Sachverständigen instruiert: Gerätegenauigkeit, Erfassungsparameter, Verifizierung am Tatort – die Fragen, die das Kreuzverhör stellen wird.

  • Wie man es zeigt: Standbilder, Sichtlinien, eine Kamerafahrt, ein gedrucktes Modell – je nach Frage, aus derselben Datei.

Anfordern, offenlegen, instruieren, präsentieren

Die erste Entscheidung ist, was angefordert wird. Eine Tatorteinheit, die den Tatort gescannt hat, hält ein Projekt – Rohscans, die Verarbeitungshistorie und die Exporte –, und das Rechtsteam sollte all das anfordern, nicht Renderings. Die Seite 3D-Beweise im Gerichtssaal zeigt, wie ein daraus gebautes Beweisstück aussieht; die Seite Chain of Custody zeigt, was die Einheit über den Umgang mit den Daten belegen können sollte.

Die Offenlegung folgt. Das Modell geht in offenen Formaten – E57, OBJ, PLY – an die Gegenseite, früh genug, dass das Beweisstück niemanden überrascht; ein Sachverständiger der Verteidigung, der dieselbe Datei misst und dem Abstand zustimmt, hat eine Linie des Kreuzverhörs beseitigt. Die Instruktion des Sachverständigen ist dann eine Frage der Fragen, die auf ihn zukommen: Gerätegenauigkeit bei der Arbeitsdistanz, Erfassungsparameter, die am Tatort durchgeführte Verifizierung. Die Seite Forensische Sachverständige und Prozessführung listet sie auf.

Die Präsentation ist die letzte und die einfachste Entscheidung: Das Medium folgt der Frage. Eine Sichtlinie wird als Blick von der angegebenen Position des Zeugen gezeigt; ein Abstand als vermessener Schnitt; ein ganzer Tatort als Kamerafahrt; ein fragiles Objekt als gedruckte Replik. Was immer das Gericht darstellen kann, die Quelle ist dasselbe vermessene Modell.

Welcher Scanner für diese Arbeit

Die Geräte hinter dem Beweisstück, mit den Genauigkeitswerten, die der Sachverständige zitieren wird.

3D-Scanner Artec Ray II

Artec Ray II

Am besten für
Der Tatort
Genauigkeit
1,9 mm bei 10 m
Reichweite
0,5–130 m
Scanzeit
Etwa 1,7 Minuten für einen vollständigen Kuppelscan
Mobilität
Kabellos, auf Stativ

Angegebene Genauigkeit 1,9 mm bei 10 m; ein Kuppelscan in etwa 1,7 Minuten; Reichweite bis 130 m.

3D-Scanner Artec Leo

Artec Leo

Am besten für
Spuren und Körper in ihrer Lage
3D-Punktgenauigkeit
Bis zu 0,1 mm
3D-Auflösung
Bis zu 0,2 mm
Erfassen
Kabellos, Display und Verarbeitung integriert
Erfassungsgeschwindigkeit
35 Millionen Punkte pro Sekunde

Bis zu 0,1 mm, in die Tatortszene registriert, sodass Details dort gezeigt werden, wo sie gefunden wurden.

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Fragen aus der Praxis

Sind 3D-Scans als Beweismittel zulässig?

Die Zulässigkeit ist die Entscheidung des Gerichts nach seinen Regeln zu Methode, Qualifikation und Offenlegung. Scandaten wurden in vielen Rechtsordnungen vor Gericht verwendet; eine dokumentierte, wiederholbare Methode macht sie belastbar.

Was genau sollten wir von der Tatorteinheit anfordern?

Das vollständige Projekt: Rohscans, Verarbeitungshistorie und Exporte in offenen Formaten, dazu das Erfassungsprotokoll und die Verifizierung der Einheit. Renderings allein lassen sich weder messen noch prüfen.

Was erhält die Verteidigung?

Das Modell, in offenen Formaten, mit seiner Verarbeitungshistorie. Sie messen, was Ihr Sachverständiger gemessen hat.

Kann eine Frage während der Verhandlung beantwortet werden?

Ja. Ein Abstand oder eine Sichtlinie wird in Sekunden am Modell gemessen, statt aus dem Gedächtnis argumentiert.

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