Strukturiertes Licht vs. LiDAR
Strukturiertes Licht projiziert ein Muster und liest seine Verzerrung; LiDAR misst die Laufzeit eines Laserpulses. Das eine ist für Detail auf Armlänge gebaut, das andere für Reichweite über einen Tatort.
Beide funktionieren im Dunkeln, beide brauchen keine Marker, und am forensischen Tatort erledigen sie unterschiedliche Aufgaben.
Keine sensiblen Falldetails erforderlich.
Strukturiertes Licht oder LiDAR für die Forensik?
Strukturiertes Licht für Beweismittel, Körper und Spuren mit bis zu 0,05 mm, auf Armlänge. LiDAR für den Tatort als Ganzes mit Millimetergenauigkeit über Dutzende Meter. Beide funktionieren im Dunkeln; keines ersetzt das andere.
Der Vergleich
Der Vergleich, der zählt, ist nicht, welches besser ist, sondern welches welche Aufgabe erledigt.
| Strukturiertes Licht – handgeführt, Nahbereich (Spider II, Leo, Eva)Projiziertes Muster, von Kameras gelesen. | Laser / LiDAR – Stativ, große Distanz (Ray II)Laufzeitmessung eines Laserpulses zu jedem Punkt. | |
|---|---|---|
| Wie es misst | Verzerrung des Musters über die Oberfläche | Laufzeit eines Laserpulses |
| Beste Genauigkeit | Bis zu 0,05 mm (Spider II) | 1,9 mm bei 10 m |
| Arbeitsabstand | Armlänge | 0,5–130 m |
| Farbe | Vollfarbige Textur mit der Geometrie | Farbe von integrierten Kameras |
| Benötigte Beleuchtung | Keine – er bringt sein eigenes Licht mit | Keine – der Laser leuchtet selbst |
| Dafür geeignet, wenn | Beweismittel, Körper, Wunden, Spuren, Fahrzeuge: alles, woran Sie herantreten können. | Räume, Gebäude, Straßen, Außentatorte: alles, was Sie aus der Distanz messen. |
Zwei Arten zu messen, und warum beide im Dunkeln funktionieren
Ein Scanner mit strukturiertem Licht projiziert ein bekanntes Muster auf eine Oberfläche und beobachtet über Kameras in bekanntem Abstand, wie es sich verformt. Aus dieser Verformung wird die Geometrie trianguliert, mit sehr hoher Dichte und auf sehr kurze Distanz. Artec Spider II erreicht so 0,05 mm Genauigkeit; Leo und Eva tauschen etwas Auflösung gegen Geschwindigkeit an Körpern und Fahrzeugen. Alle drei erfassen die Farbtextur mit der Geometrie.
Ein Laserscanner misst die Laufzeit eines Pulses zu jedem Punkt in einer Kuppel um sich herum. Die Genauigkeit liegt bei Millimetern über Dutzende Meter – Artec Ray II gibt 1,9 mm bei 10 Metern an –, und Reichweite ist, wofür er da ist: ein ganzer Raum, ein Gebäude, eine Straße. Keine der beiden Technologien hängt vom Umgebungslicht ab, weshalb beide an einem nächtlichen Tatort oder in einem ausgebrannten Innenraum funktionieren.
Am forensischen Tatort ergänzen sie sich. Der Laserscanner erfasst den Raum; der Scanner mit strukturiertem Licht erfasst, was darin ist. Artec Studio registriert das eine in das andere. Smartphone-„LiDAR“ ist ein anderer Sensor der Zentimeterklasse, separat verglichen unter Profi-Scanner vs. Smartphone-LiDAR.
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Demo buchenFragen aus der Praxis
Funktioniert strukturiertes Licht bei Tageslicht?
Ja. Artec-Handscanner arbeiten drinnen und draußen; sehr helle direkte Sonne auf einer Oberfläche kann die Erfassungsqualität mindern, wie bei jeder optischen Methode.
Braucht eine der beiden Methoden Marker?
Nein. Sowohl die Artec-Scanner mit strukturiertem Licht als auch Ray II tracken über die Geometrie; Marker sind optionale Hilfen, keine Voraussetzung.
Unterscheidet sich blaues strukturiertes Licht von weißem?
Spider II nutzt blaues strukturiertes Licht, das weniger von Umgebungslicht und Oberflächenfarbe beeinflusst wird und bei kleinen Details eine feinere Auflösung liefert.
Welcher erfasst Farbe?
Beide. Handscanner erfassen mit jedem Frame die Farbtextur; Ray II erfasst Farbe mit integrierten Kameras.
Weitere Vergleiche

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